Bürgerliches Trauerspiel, Sturm und Drang
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Worum es geht
Friedrich Schillers Drama erzählt von einer Liebe, die an den Verhältnissen ihrer Zeit zerbricht. Der junge Adlige Ferdinand von Walter verliebt sich in Luise Miller, die Tochter eines Musikers, und stellt sich damit gegen die starren Grenzen zwischen den Ständen. Am Hof herrschen Intrigen, Machtmissbrauch und eine Moral, die sich dem eigenen Vorteil beugt, während im bürgerlichen Haus der Millers Tugend und Aufrichtigkeit den Ton angeben. Zwischen diesen beiden Welten entfaltet sich ein Ränkespiel, in das Figuren wie Präsident von Walter und der Sekretär Wurm tief verstrickt sind und das die Liebenden immer stärker in Bedrängnis bringt.
Aufbau und Stil
Das Stück ist als bürgerliches Trauerspiel angelegt und bricht damit bewusst mit der klassischen Tragödie, die Adligen vorbehalten war. Die Handlung ist klar und zielstrebig auf Zuspitzung hin gebaut, sodass sich die Spannung von Akt zu Akt steigert. Sprachlich wechselt Schiller zwischen dem gehobenen Ton des Hofes und der schlichteren Rede des Bürgertums und macht so den Standesunterschied auch im Wortlaut spürbar.
Für wen
Das Buch eignet sich besonders für den Deutschunterricht und für Leserinnen und Leser, die sich für die Literatur des Sturm und Drang sowie für Gesellschaftskritik des 18. Jahrhunderts interessieren.
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