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Radetzkymarsch – Roman

Radetzkymarsch

Historischer Roman

Joseph Roth

dtv Verlagsgesellschaft, 1998 · Taschenbuch, 416 Seiten · ISBN 3-423-12477-6

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Worum es geht

Radetzkymarsch erzählt die Geschichte der Familie Trotta vor dem Hintergrund des untergehenden Habsburgerreichs. Alles beginnt 1859, als der slowenische Leutnant Joseph Trotta dem Kaiser Franz Joseph I. in der Schlacht bei Solferino das Leben rettet. Geadelt und mit Orden bedacht, steigt er aus seiner bäuerlichen Herkunft auf. Doch der Glanz des Kaiserreichs trügt. Während die Weltordnung noch fest gefügt scheint, kündigt sich bereits ihr Verfall an. Der Enkel Carl Joseph, sensibel und ohne die robuste Entschlossenheit seines Großvaters, erlebt diesen Niedergang hautnah. Die Familie Trotta wird zum Spiegel einer Epoche, in der Tradition und Moderne unversöhnlich aufeinandertreffen.

Aufbau und Stil

Roths Roman ist ein klassischer Generationenroman. Er zeichnet in drei Teilen die Lebensläufe von Großvater, Sohn und Enkel Trotta nach. Die Erzählweise ist ruhig, fast melancholisch, mit einem Blick für Details, die den Alltag der Donaumonarchie lebendig werden lassen. Roths Sprache ist präzise und zugleich poetisch, ohne je ins Pathetische abzugleiten. Die Handlung schreitet gemächlich voran. Doch jeder Satz trägt zum Gesamtbild bei, einer Welt, die sich unaufhaltsam auflöst.

Für wen

Radetzkymarsch ist ein Muss für Leserinnen und Leser, die sich für historische Romane interessieren, die mehr sind als bloße Kulisse. Wer die letzten Jahrzehnte der Habsburger Monarchie verstehen will, findet hier ein literarisches Meisterwerk. Auch Liebhaber klassischer Erzählkunst kommen auf ihre Kosten. Roths Roman ist ein zeitloser Text über den Wandel der Zeiten und das Scheitern an ihnen.

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