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Die weiße Löwin – Thriller

Die weiße Löwin

Kriminalroman

Henning Mankell

dtv Verlagsgesellschaft, 1998 · Taschenbuch, 544 Seiten · ISBN 3-423-20150-9

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Worum es geht

In Südafrika fasst eine Gruppe von Buren, die sich schlicht Komitee nennt, einen finsteren Plan. Das Ende der Apartheid soll mit Gewalt aufgehalten werden, und dafür muss ein Anschlag auf Nelson Mandela her, der das Land ins Chaos stürzen soll. Damit der Verdacht nicht sofort auf weiße Kreise fällt, wird ausgerechnet ein schwarzer Auftragsmörder namens Mabasha angeheuert. Seine Ausbildung erhält er in Schweden, von einem ehemaligen KGB-Offizier namens Konovalenko. Zwischen den beiden Männern entstehen Spannungen, die sich zuspitzen, als Konovalenko eine junge Frau erschießt. Genau in diesem Moment gerät Kommissar Kurt Wallander in die Ermittlungen und stößt dabei auf ein Verschwörungsgeflecht, das weit über einen gewöhnlichen Mordfall hinausreicht. Es entwickelt sich ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um Mandelas Leben und um den fragilen Frieden in Südafrika geht.

Aufbau und Stil

Der Roman verknüpft zwei Handlungsstränge, einen in Schweden und einen in Südafrika, die sich zunehmend verzahnen. Erzählt wird in einer nüchternen, geradlinigen Sprache, die typisch ist für den skandinavischen Kriminalroman. Die Spannung entsteht weniger durch grelle Effekte als durch das langsame Sichtbarwerden der politischen Dimension hinter einem scheinbar gewöhnlichen Verbrechen. Zeitgeschichtliche Bezüge zur Apartheid und ihrem Ende fließen dabei in die klassische Krimihandlung ein.

Für wen

Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die Kriminalromane mit politischem Hintergrund schätzen und sich für die Wallander-Reihe interessieren. Auch wer sich mit der Geschichte Südafrikas und dem Ende der Apartheid beschäftigen möchte, findet hier einen unterhaltsamen Zugang. Fans von Henning Mankells Mördare utan ansikte werden auch diesen Fall mit Gewinn lesen.

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