Kriminalroman
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Worum es geht
Tote lügen nicht
erzählt von Tempe Brennan, forensischer Anthropologin am gerichtsmedizinischen Institut von Montreal. Ihr Alltag besteht aus der Untersuchung menschlicher Überreste, doch der Fall der dreiundzwanzigjährigen Isabelle Gagnon, die missbraucht, erdrosselt und zerstückelt aufgefunden wird, lässt sie nicht mehr los. In den Knochen und Spuren erkennt Tempe ein Muster, das auf einen Serienmörder hindeutet. Je tiefer sie sich in die Ermittlungen hineinarbeitet, desto deutlicher wird, dass der Täter längst auch von ihr weiß. Themen wie Gewalt gegen Frauen, die Grenzen behördlicher Zusammenarbeit und die Frage, wie viel wissenschaftliche Distanz gegenüber grausamen Verbrechen überhaupt möglich ist, ziehen sich durch den Roman.
Aufbau und Stil
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Tempe Brennan geschildert, wodurch Fachwissen aus der forensischen Anthropologie unmittelbar in die Handlung einfließt. Kathy Reichs verbindet detaillierte Beschreibungen wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden mit einem zunehmend beklemmenden Ermittlungstempo. Die Sprache ist präzise und sachlich, gerade dort, wo es um Befunde und Indizien geht, während die Spannung durch kurze, zugespitzte Szenen aufgebaut wird.
Für wen
Der Roman eignet sich für Leserinnen und Leser, die Kriminalromane mit wissenschaftlichem Hintergrund schätzen und sich von forensischen Details nicht abschrecken lassen. Wer Spannung mit einer starken, eigenständigen Ermittlerfigur verbinden möchte, findet hier passende Lektüre.
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