Kriminalroman mit kulinarischem Hintergrund
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Worum es geht
In Mordshunger
serviert Frank Schätzing einen Krimi mit köstlichen Zutaten und einer Prise schwarzem Humor. Im Mittelpunkt steht die Kölner High Society, deren Mitglieder allesamt mit eigenen, oft fragwürdigen Gelüsten beschäftigt sind. Als die exzentrische Inka von Barneck ermordet aufgefunden wird, geraten ihre Mitmenschen unter Verdacht. Da sind der geldgierige Ehemann, der eitle Schauspieler, der gefräßige Restaurantkritiker und sogar die Löwen des Kölner Zoos. Die Ermittlungen fördern nicht nur dunkle Geheimnisse zutage, sondern auch die Frage, wer hier eigentlich wen ausnutzt. Weil Schätzing weiß, dass ein guter Krimi auch den Magen kitzeln darf, gibt es zum Abschluss Rezepte von Kölner Spitzenköchen.
Aufbau und Stil
Der Roman ist ein klassischer Whodunit mit verschachtelten Handlungssträngen, die sich langsam zu einem Gesamtbild fügen. Schätzing springt zwischen Perspektiven und Charakteren hin und her, ohne dabei die Spannung zu verlieren. Sein Stil ist locker, manchmal fast flapsig, aber stets präzise. Besonders gilt das, wenn es um kulinarische oder gesellschaftliche Details geht. Die Rezepte am Ende wirken wie ein versöhnliches Dessert nach einem deftigen Mahl. Sie sind nicht zwingend nötig, aber ein charmanter Bonus. Die Sprache ist flüssig, mit einer Prise Ironie, die den Leserinnen und Lesern ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.
Für wen
Mordshunger
ist perfekt für alle, die Krimis mögen, aber keine Lust auf düstere Gewaltorgien haben. Wer sich für Köln, kulinarische Genüsse und schräge Charaktere begeistert, wird hier fündig. Auch Leserinnen und Leser, die Der Schwarm
kennen und Schätzings Talent für unterhaltsame, aber intelligente Geschichten schätzen, dürften ihre Freude daran haben. Ein Buch für gemütliche Abende, am besten mit einem Glas Wein und einem Teller guter Vorspeisen.
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