logo

Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Deutsche Gegenwartsliteratur, DDR-Roman

Thomas Brussig

FISCHER Taschenbuch, 2001 · Taschenbuch, 160 Seiten · ISBN 3-596-14847-2

Aktuelle Angebote bei booklooker

Worum es geht

Am kürzeren Ende der Sonnenallee spielt im geteilten Berlin, direkt an der Mauer. Micha Kuppisch lebt mit seiner Familie in einem der letzten Häuser vor dem Todesstreifen. Während westliche Touristen von Aussichtspodesten herüberrufen, geht es im Alltag der DDR-Jugend um ganz andere Dinge. Es geht um die erste Liebe, um Musik, um kleine Fluchten aus der Enge des Systems. Im Mittelpunkt steht Michas Schwärmerei für Miriam, das schönste Mädchen der Straße, das leider schon einen Freund hat. Doch auch unter den absurden Bedingungen des Grenzgebiets blühen Freundschaft, Humor und Lebenslust.

Aufbau und Stil

Thomas Brussig erzählt die Geschichte in kurzen, episodischen Szenen. Diese sind locker aneinandergereiht. Der Ton ist leicht, oft ironisch, aber nie zynisch. Die Figuren wirken wie aus dem Leben gegriffen, ihre Dialoge sind schnoddrig und voller Berliner Schnauze. Die DDR erscheint nicht als düstere Diktatur. Sie ist Kulisse für die ganz normalen Wirren des Erwachsenwerdens, mit all ihren Peinlichkeiten, Träumen und kleinen Rebellionen. Der Humor entsteht aus der Diskrepanz zwischen der großen Politik und den kleinen Sorgen der Jugendlichen.

Für wen

Das Buch ist ideal für Leserinnen und Leser, die eine unterhaltsame, aber nicht oberflächliche Geschichte über das Leben in der DDR suchen. Wer sich für Alltagsgeschichten jenseits der großen historischen Erzählungen interessiert, wird hier fündig. Auch Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für die Zeit vor dem Mauerfall begeistern, finden einen Zugang. Es gibt keinen belehrenden Zeigefinger, aber viel Charme.

Weitere Bücher entdecken: Alle Buchvorstellungen

Fehler melden