Philosophischer Liebesroman
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Worum es geht
Im Zentrum steht der Prager Chirurg Tomas, der Frauen begehrt und gleichzeitig fürchtet und seine Scheidung wie ein Fest beging. Er nimmt sich vor, der Liebe künftig aus dem Weg zu gehen, bricht diesen Vorsatz aber für die Kellnerin Teresa. Nach dem russischen Einmarsch in Prag ziehen beide nach Zürich, doch Teresa hält das Exil nicht aus und kehrt zurück in die Heimat. Tomas folgt ihr, verliert seine berufliche Stellung und schlägt sich als Fensterputzer und später als Lastwagenfahrer in der Provinz durch. Verhandelt werden Liebe, Zufall und Notwendigkeit, Leichtigkeit und Schwere des Daseins vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen in der Tschechoslowakei.
Aufbau und Stil
Der Roman verbindet erzählte Handlung mit philosophisch-essayistischen Passagen, in denen ein Erzähler unmittelbar zu den Leserinnen und Lesern spricht und über die Motive seiner Figuren reflektiert. Zeitsprünge und wiederkehrende Motive ersetzen eine stringente Chronologie, wichtige Szenen werden aus verschiedenen Perspektiven neu beleuchtet. Die Sprache ist klar und pointiert, ohne auf gedankliche Tiefe zu verzichten.
Für wen
Geeignet für Liebhaberinnen und Liebhaber anspruchsvoller Weltliteratur, die sich für die Verbindung von privatem Schicksal und Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert interessieren. Auch für Leserinnen und Leser, die sich mit Fragen nach Freiheit, Bindung und dem Kalten Krieg in Mitteleuropa beschäftigen möchten, bietet der Roman reichen Stoff.
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