Kriminalroman / Thriller
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Worum es geht
David Hunter, forensischer Anthropologe, wird zu einem verlassenen Krankenhaus im Norden Londons gerufen. St. Jude soll bald abgerissen werden, nur Fledermäuse haben sich in den letzten Jahren noch dorthin verirrt. Auf dem Dachboden liegt eine in Plastik gehüllte Leiche, durch das trockene Klima teilweise mumifiziert. Beim Bergungsversuch bricht der Boden ein, und ein fensterloses Krankenzimmer kommt zum Vorschein, das in keinem Bauplan verzeichnet ist. Der Eingang wurde zugemauert, obwohl die Betten darin noch belegt sind. Hunter muss klären, warum dieser Raum verschwiegen wurde und welche Geschichte sich dort abgespielt hat. Damit verbindet sich ein Fall, der weit in die Vergangenheit der Klinik zurückreicht und Fragen nach Schuld, Vertuschung und institutioneller Verantwortung aufwirft.
Aufbau und Stil
Der Roman ist der sechste Band einer Reihe um David Hunter und folgt der gewohnten Erzählperspektive aus seiner Sicht. Die Handlung entfaltet sich als klassischer Thriller mit forensischen Details, die aus Hunters fachlichem Blick geschildert werden. Die Sprache ist nüchtern und präzise, atmosphärisch verdichtet durch die morbide Kulisse des verfallenen Krankenhauses. Spannung entsteht weniger durch actionreiche Szenen als durch das schrittweise Aufdecken eines verborgenen Geheimnisses.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die forensische Thriller mit medizinischem Hintergrund schätzen und sich von morbiden, klaustrophobischen Schauplätzen nicht abschrecken lassen. Wer die vorherigen Bände der Reihe kennt, wird sich schnell zurechtfinden, der Roman funktioniert aber auch für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger.
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