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Der Gang vor die Hunde – Roman

Der Gang vor die Hunde

Gesellschaftsroman der Weimarer Republik

Erich Kästner

Atrium Verlag AG, 2017 · Taschenbuch, 320 Seiten · ISBN 978-3-03882-001-7

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Worum es geht

Im Zentrum steht Fabian, ein junger Mann, der durch das Berlin der ausgehenden zwanziger Jahre treibt. Zwischen Arbeitslosigkeit, lockeren Moralvorstellungen und politischer Unruhe versucht er, sich selbst und der Gesellschaft treu zu bleiben, was zunehmend misslingt. Der Roman zeigt eine Großstadt im Taumel, voller Vergnügungssucht und Verzweiflung, und erzählt zugleich eine Liebesgeschichte, die an den Verhältnissen zerbricht. Erich Kästner zeichnet ein schonungsloses Bild einer Gesellschaft am Abgrund, in der Zynismus und Sehnsucht nach Anstand nah beieinanderliegen.

Aufbau und Stil

Die Geschichte wird in knappen, oft bissig-ironischen Szenen erzählt, die zwischen Milieuschilderung und Gesellschaftskritik wechseln. Der Ton ist nüchtern und pointiert, mit einem Blick fürs Absurde im Alltäglichen. Diese Ausgabe folgt erstmals wieder dem ursprünglichen, ungekürzten Manuskript, wie es Kästner verfasst hatte, bevor es entschärft, gekürzt und 1931 unter dem Titel Fabian erstveröffentlicht wurde. Herausgegeben von Sven Hanuschek, macht sie die ursprüngliche Schärfe und Direktheit des Textes wieder sichtbar.

Für wen

Geeignet ist der Roman für Leserinnen und Leser, die sich für die Literatur der Weimarer Republik interessieren und schonungslose Gesellschaftsporträts schätzen. Auch wer Kästners bekanntere Fassung kennt, findet hier eine aufschlussreiche, ungeglättete Version desselben Stoffs.

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