Exilgeschichte der Familie Mann
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Worum es geht
Der Sommer 1933 ist glühend heiß, und die Familie Mann sitzt fest: Thomas und Katia Mann samt ihren sechs Kindern sind nach überstürzter Flucht aus Deutschland im südfranzösischen Sanary gestrandet. Drei Monate lang harren sie zwischen Hoffen und Bangen aus, während sich die politische Lage in der Heimat zuspitzt. Thomas möchte am liebsten zurück in sein Münchner Haus, Heinrich genießt dagegen die südliche Freiheit. Die Kinder gehen sehr unterschiedlich mit der Situation um, von musikalischer Zerstreuung bis zu tatkräftigem Handeln. Florian Illies zeichnet ein Familienporträt voller Trauer um Heimat und Besitz, aber auch von Trotz, Leidenschaft und Überlebenswillen, und zeigt die schmerzhafte Zerreißprobe zwischen den Generationen.
Aufbau und Stil
Der Text folgt chronologisch den drei Sommermonaten und wechselt dabei zwischen den einzelnen Familienmitgliedern, wodurch ein vielstimmiges Panorama entsteht. Die Erzählweise ist anschaulich und szenisch, sie verbindet historische Genauigkeit mit erzählerischer Leichtigkeit und macht das Innenleben der Figuren spürbar.
Für wen
Empfehlenswert für alle, die sich für deutsche Literaturgeschichte, Exilzeit und die Familie Mann interessieren, sowie für Leserinnen und Leser, die dichte, atmosphärische Geschichtsschreibung schätzen.
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