Zeitgenössischer Roman
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Worum es geht
Eine Frau geht durch einen Wald, und beim Gehen kehrt alles zurück, was sie eigentlich vergessen wollte. Schritt für Schritt nähert sie sich dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal war, dem ersten Kuss auf einer Party, dem ersten Rausch, der den Körper leicht werden ließ. Da ist die Mutter, die jede Bewegung der Tochter wachsam beobachtet, und der Vater, der sich immer weiter zurückzieht. Im Zentrum steht ein Familiengeheimnis, das die Erzählerin lange begleitet hat, und der mühsame Versuch, sich der eigenen Wahrheit zu stellen. Vigdis Hjorth kehrt damit zu den Themen zurück, die ihr Werk prägen, zu Mutter-Tochter-Beziehungen, zu Familie und zu der Frage, wie Erinnerung einen Menschen formt, bis ein neues Erkennen möglich wird.
Aufbau und Stil
Der Roman folgt der Erzählerin auf ihrem Spaziergang durch den Wald, und dieser Weg wird zum Rahmen für eine Bewegung zurück in die Jugend. Erinnerungsfetzen, Beobachtungen und Reflexionen wechseln sich ab, Gegenwart und Vergangenheit greifen ineinander. Die Sprache ist knapp und konzentriert, ohne große äußere Handlung, dafür mit genauem Blick auf innere Vorgänge und einem psychologisch dichten Porträt.
Für wen
Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die norwegische Gegenwartsliteratur schätzen und Romane mögen, die Familienbeziehungen schonungslos durchleuchten. Wer sich für Mutter-Tochter-Konflikte, verdrängte Erinnerung und die langsame Annäherung an die eigene Wahrheit interessiert, findet hier einen konzentrierten Text.
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