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Was wir wissen können – Roman

Was wir wissen können

Zukunftsroman

Ian McEwan

Diogenes, 2025 · Hardcover, 480 Seiten · ISBN 978-3-257-07357-7

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Worum es geht

Ian McEwan verlegt seinen Roman in das Jahr 2119, in eine Welt, die vom steigenden Meer verändert wurde und in der Europa nur noch aus verstreuten Inseln besteht. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe forscht in dieser Zukunft nach einem legendären Gedicht, das der Dichter Francis Blundy im Jahr 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen hat. Auf der Suche nach dem verschollenen Text folgt Thomas den Lebensspuren des berühmten Paares und stößt dabei auf eine verborgene Liebesgeschichte und auf ein Verbrechen, das lange im Dunkeln geblieben ist. Zwischen Ehe, Geheimnis und der Frage, was von einem Menschen und seinem Werk am Ende bleibt, entfaltet sich so ein Roman über Erinnerung, Verlust und die Kraft der Sprache in einer Welt, die sich neu ordnen musste.

Aufbau und Stil

McEwan verschränkt zwei Zeitebenen miteinander, die ferne Zukunft des Forschers und die Vergangenheit des Dichterpaares, und lässt sie sich langsam gegenseitig erhellen. Die Rekonstruktion aus Dokumenten und Erinnerungsfragmenten erzeugt einen Sog, der klassische Spannungselemente mit literarischer Reflexion verbindet. Die Sprache bleibt dabei präzise und zurückhaltend, ohne auf die leisen Zwischentöne einer komplizierten Liebesgeschichte zu verzichten.

Für wen

Der Roman eignet sich für Leserinnen und Leser, die intelligente Unterhaltung mit gesellschaftlichen und klimatischen Zukunftsfragen verbinden möchten. Wer Interesse an Literaturgeschichte, an verwickelten Ehegeschichten und an der Frage hat, was von Kunst und Erinnerung überdauert, findet hier reichlich Stoff.

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