Spirituelle Belletristik
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Worum es geht
Jerusalem im Jahr 1099, die Kreuzritter stehen vor den Toren. Ein Mann, den man nur als den Kopten kennt, hat sich einst aus Abenteuerlust und auf der Suche nach Reichtum auf den Weg gemacht und ist in dieser Stadt hängen geblieben. In der Nacht vor der drohenden Zerstörung versammeln sich Christen, Juden und Muslime, um ihm zuzuhören. Sie stellen ihm die großen Fragen nach Angst, Liebe, Niederlage und Sinn, und er antwortet mit ruhiger Klarheit. So entsteht ein Buch der Weisheit mitten im Angesicht des Untergangs, das von Toleranz und Völkerverständigung erzählt, ohne die Härte der Geschichte zu beschönigen.
Aufbau und Stil
Der Roman ist als Abfolge von Fragen und Antworten angelegt, fast wie ein altes Lehrgespräch. Die Rahmenhandlung der belagerten Stadt bleibt schmal, im Vordergrund steht die Stimme des Kopten. Die Sprache ist schlicht und bildhaft, oft nah an parabelhafter Erzählweise, wie man sie auch aus anderen Werken des Autors kennt. Kapitel und Themen wechseln sich in kurzen Einheiten ab, wodurch das Buch trotz seiner Kürze wie eine Sammlung von Sinnsprüchen wirkt.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für Weisheitsliteratur und spirituelle Fragen interessieren. Auch wer sich mit Geschichten über religiöse Toleranz und das Zusammenleben der Kulturen beschäftigen möchte, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken.
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