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Mein Ein und Alles – Roman

Mein Ein und Alles

Zeitgenössischer Roman über Missbrauch

Gabriel Tallent

Penguin, 2020 · Taschenbuch, 480 Seiten · ISBN 978-3-328-10518-3

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Worum es geht

Turtle Alveston wächst nach dem Tod ihrer Mutter in den Wäldern Nordkaliforniens auf, fernab von Schule, Freundschaften und geregeltem Alltag. Sie kennt jede Pflanze und jedes Tier ihrer Umgebung und findet dort so etwas wie Freiheit, während sie zugleich in der zerstörerischen, besitzergreifenden Liebe ihres Vaters gefangen ist. Als sie ihren Mitschüler Jacob kennenlernt, öffnet sich ihr zum ersten Mal eine Welt jenseits dieser Abhängigkeit. Der Roman erzählt vom Erwachsenwerden unter denkbar schwierigen Bedingungen, von Missbrauch, von der Kraft der Natur als Zufluchtsort und von dem langen, gefährlichen Weg zur eigenen Selbstbestimmung.

Aufbau und Stil

Die Geschichte wird konsequent aus Turtles Perspektive erzählt, wodurch ihre innere Zerrissenheit zwischen Angst und Zuneigung unmittelbar spürbar wird. Die Sprache ist dicht und sinnlich, besonders in den Naturschilderungen, die der Landschaft Nordkaliforniens fast einen eigenen Charakter verleihen. Zwischen ruhigen, atmosphärischen Passagen und Momenten großer Anspannung wechselt der Roman in einem Rhythmus, der die Handlung stetig vorantreibt, bis sie in einer existenziellen Zuspitzung mündet.

Für wen

Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die dichte, atmosphärische Coming-of-Age-Geschichten schätzen und auch schwierige Themen wie familiäre Gewalt nicht scheuen. Wer Autorinnen wie Celeste Ng oder Hanya Yanagihara mag, findet hier verwandte Töne.

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