Zeitgenössischer deutscher Familienroman
Aktuelle Angebote bei booklooker
Worum es geht
Auf einer kleinen Nordseeinsel, die man nur mit der Fähre erreicht, lebt seit beinahe dreihundert Jahren die Familie Sander. Hanne hat drei Kinder großgezogen, während ihr Mann der Seefahrt längst den Rücken gekehrt hat. Der älteste Sohn hat sein Kapitänspatent verloren und wartet, geplagt von dunklen Vorahnungen und Flutstatistiken, auf den großen Sturm. Tochter Eske pflegt im Seniorenheim alte Seeleute und Witwen und fürchtet die Touristenmassen mehr als das Meer, weil unter ihnen die Inselkultur zur bloßen Folklore verkommt. Nur der jüngste Sohn Henrik scheint mit sich im Reinen, als erster Mann in der Familie zieht es ihn nicht aufs Schiff, sondern an den Strand, wo er Treibgut sammelt. Im Verlauf eines Jahres gerät das Leben dieser Familie ins Wanken, zunächst kaum merklich, dann umso heftiger. Es geht um Heimat, Wandel und die Frage, was von alten Gewissheiten bleibt, wenn die Welt sich ändert.
Aufbau und Stil
Der Roman folgt dem Rhythmus eines Jahres und lässt die Perspektiven innerhalb der Familie wechseln, sodass sich das Bild der Insel und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner nach und nach zusammensetzt. Dörte Hansen erzählt ruhig und genau, mit einem Blick für kleine Details und großer Zuneigung zu ihren Figuren, ohne dabei die härteren Seiten des Insellebens zu beschönigen.
Für wen
Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die Familiengeschichten mit Tiefgang mögen und sich für das Leben an der Küste interessieren. Wer sich mit Fragen von Heimat, Wandel und Generationenkonflikten beschäftigt, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken. Auch Fans leiser, atmosphärischer Erzählweisen kommen auf ihre Kosten.
Weitere Bücher entdecken: Alle Buchvorstellungen