Gesellschaftsroman/Thriller USA
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Worum es geht
Im August 1975 verschwindet die dreizehnjährige Barbara van Laar aus einem Sommercamp mitten in den Adirondack Mountains. Vierzehn Jahre zuvor war schon ihr Bruder Bear in derselben Wildnis spurlos verschwunden, und die Suche nach Antworten führt tief in die Geschichte der wohlhabenden Familie van Laar, der Camp und Land gehören. Zwischen dem Personal, den Campkindern und einem geflohenen Häftling entfaltet sich ein Geflecht aus Schweigen und Verdacht. Der Roman verhandelt soziale Ungleichheit, den sorglosen Umgang der Reichen mit Macht und die Frage, wie junge Frauen sich in einer solchen Welt selbst behaupten können. Freundschaft wird dabei zu einem Gegengewicht gegen Kontrolle und Verlust.
Aufbau und Stil
Liz Moore erzählt aus wechselnden Perspektiven und Zeitebenen, sodass sich das Bild der Familie und ihrer Geheimnisse erst nach und nach zusammensetzt. Die Spannung entsteht weniger aus schnellen Wendungen als aus der genauen Beobachtung von Figuren und ihren sozialen Verhältnissen. Dabei verbindet sie die Genauigkeit eines Gesellschaftsromans mit dem Sog eines Thrillers, ohne dass eines das andere verdrängt. Die Sprache bleibt klar und zurückhaltend, auch wenn es um Gewalt und Verlust geht.
Für wen
Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die vielschichtige Thriller mit gesellschaftlicher Tiefe mögen. Wer sich für Geschichten über Macht, Familie und weibliche Selbstbestimmung interessiert, findet hier reichlich Stoff. Auch wer amerikanische Gesellschaftsromane der jüngeren Zeit schätzt, wird gut bedient.
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