Familienroman
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Worum es geht
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der weder seinen Namen noch seine Herkunft kennt. Man nennt ihn Hartmut, später Hardy, und er wächst in einem strengen katholischen Kinderheim auf. Dort begegnet er der etwas älteren Kriegswaise Margret, die ihn beschützt und ihm zur Seite steht. Aus dieser Verbindung wird eine lebenslange Liebe, getragen von dem Versuch, das Erlebte hinter sich zu lassen und ein gewöhnliches Leben zu führen. Doch das Schweigen über die Vergangenheit wirkt fort: Urenkelin Emily wächst bei Margret und Hardy auf, weil ihre Mutter kein geregeltes Leben führen kann, und leidet unter der Verschlossenheit der Urgroßeltern. Als Jugendliche beginnt sie, sich den ungelösten Fragen der Familie zu stellen. So verknüpft der Roman Nachkriegsgeschichte mit der Frage, wie Traumata über Generationen weitergegeben werden und ob sich dieses Erbe durchbrechen lässt.
Aufbau und Stil
Der Roman verbindet mehrere Zeitebenen und Generationen zu einer Familiensaga, die zwischen der Nachkriegszeit im Heim und der Gegenwart der jungen Emily wechselt. Susanne Abel erzählt einfühlsam und mit genauem Blick für die Sprache und Atmosphäre der jeweiligen Zeit, ohne dabei auf Leichtigkeit und Wärme im Ton zu verzichten.
Für wen
Geeignet für alle, die vielschichtige Familienromane mit historischem Hintergrund schätzen und sich für Themen wie Kindheit im Heim, Nachkriegszeit und die Weitergabe familiärer Prägungen über Generationen interessieren.
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