Zeitgenössischer deutscher Gesellschaftsroman
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Worum es geht
Sanditz ist eine Kleinstadt irgendwo am Rand der Republik, und genau dort spielt sich das ganze große Drama der jüngeren deutschen Geschichte ab, nur eben im Kleinen. Lukas Rietzschel erzählt von der Familie Wenzel und einer ganzen Stadtbevölkerung aus alten Offizieren, Bürgerrechtlerinnen, Orgelbauern und Lokaljournalistinnen. Es geht um das Ende der DDR, um die Besetzung der Stasi-Zentrale vor Ort, um Arbeit auf westdeutschen Baustellen, um einen Freiwilligen im Krieg in der Ukraine und um die Isolation während der Corona-Zeit. Der Roman verhandelt Aufbruch und Niedergang, Zusammenhalt und Zerfall, die Suche nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit, ohne dabei in leichte Antworten zu flüchten.
Aufbau und Stil
Der Roman ist multiperspektivisch angelegt und lässt viele Stimmen der Stadt zu Wort kommen, sodass sich aus einzelnen Lebensgeschichten ein größeres Panorama ergibt. Die verschiedenen Zeitebenen, von den letzten Tagen der DDR bis in die jüngste Vergangenheit, verweben sich zu einem Geflecht, in dem private Schicksale und historische Umbrüche zusammenlaufen. Der Ton bleibt dabei warmherzig, auch wenn die Themen oft schwer wiegen.
Für wen
Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für ostdeutsche Geschichte und ihre Nachwirkungen interessieren und die Freude an vielstimmigen Gesellschaftsromanen haben. Auch wer sich für die Zeit nach der Wende, den Umgang mit Umbrüchen und familiäre Verstrickungen interessiert, findet hier reichlich Stoff.
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