Psychothriller
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Worum es geht
Ein sechsjähriger Junge namens Max verschwindet spurlos, und ein Jahr später hat sein Vater noch immer keine Gewissheit über sein Schicksal. In einer psychiatrischen Klinik sitzt Guido T. ein, der zwei Kindermorde gestanden hat und als dringend tatverdächtig für Max' Verschwinden gilt. Beweise fehlen jedoch, und der Häftling schweigt auf Anraten seiner Anwältin. Ein Ermittler macht dem verzweifelten Vater daraufhin einen ungewöhnlichen Vorschlag. Er soll sich mit einer gefälschten Akte selbst als Patient in den Hochsicherheitstrakt einschleusen lassen, um dem mutmaßlichen Täter nahezukommen und ihn zu einem Geständnis zu bewegen. Im Inneren der Anstalt erwartet den Vater jedoch mehr, als er sich hätte vorstellen können, und die Grenze zwischen Ermittlung und Wahnsinn beginnt zu verschwimmen.
Aufbau und Stil
Die Handlung entfaltet sich als zügiger Psychothriller mit kurzen, konsequent auf Spannung angelegten Kapiteln. Erzählt wird aus der Perspektive des Vaters, der als vermeintlicher Insasse in eine Welt aus Kontrolle, Täuschung und psychischer Grenzerfahrung eintaucht. Sebastian Fitzek arbeitet mit Wendungen, die das zuvor Erzählte immer wieder infrage stellen, sodass sich Leserinnen und Leser auf ihre eigenen Annahmen nicht verlassen können. Die Sprache ist klar und funktional, ganz auf Tempo und Verunsicherung ausgerichtet, ohne sich in Beschreibungen aufzuhalten.
Für wen
Geeignet ist der Roman für Leserinnen und Leser, die temporeiche Psychothriller mit überraschenden Wendungen schätzen. Wer sich für Themen wie psychische Ausnahmezustände, Institutionen wie die Psychiatrie und die Frage nach Wahrheit und Täuschung interessiert, findet hier reichlich Stoff. Auch wer bereits andere Werke von Sebastian Fitzek kennt, etwa Die Therapie
, wird sich hier vertraut fühlen.
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