Belletristik: Fantastischer Gegenwartsroman
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Worum es geht
Nora Seed steht kurz davor, ihrem Leben ein Ende zu setzen, als sie sich plötzlich an einem seltsamen Ort wiederfindet: einer Bibliothek zwischen Leben und Tod, in der die Uhr ewig Mitternacht zeigt. Jedes Buch dort führt in ein anderes Leben, das sie hätte führen können, wären frühere Entscheidungen anders ausgefallen. Nora darf ausprobieren, wie es gewesen wäre, andere Wege einzuschlagen, Beziehungen nicht zu beenden, Träume nicht aufzugeben. Dabei stellt sich die Frage, ob Glück in einem fremden Leben überhaupt möglich ist. Im Kern geht es um Reue, Selbstannahme und die Erkenntnis, dass gerade unsere Fehler und Entscheidungen uns zu den Menschen machen, die wir sind.
Aufbau und Stil
Der Roman folgt Nora durch eine Reihe alternativer Lebensentwürfe, die episodisch aneinandergereiht sind und sich doch zu einer stimmigen Gesamterzählung fügen. Die Sprache ist zugänglich und einfühlsam, mit einer Balance aus Melancholie und Leichtigkeit. Philosophische Gedanken über Entscheidungen und Bedauern verbinden sich mit einer bildhaften, oft poetischen Erzählweise, die auch schwierige Themen wie Depression zugänglich macht.
Für wen
Geeignet für alle, die gern über die eigenen Lebensentscheidungen nachdenken und sich von berührender, aber hoffnungsvoller Literatur ansprechen lassen. Auch Leserinnen und Leser, die sich für die Werke von Matt Haig interessieren, etwa Die Mitternachtsreise
, finden hier eine passende Ergänzung.
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