Historischer Roman, Nationalsozialismus
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Worum es geht
Molching bei München, während der Jahre des Zweiten Weltkriegs. Die kleine Liesel Meminger kommt zu Hans und Rosa Hubermann, die sich mit einer kargen Beihilfe über Wasser halten. Für Liesel beginnt trotz der bedrückenden Zeit ein Leben voller kleiner Freuden, sobald sie zu stehlen anfängt. Erst ist es ein Buch aus dem Schnee, später eines, das sie aus dem Feuer rettet. Als die Familie zudem einen jüdischen Faustkämpfer versteckt, wird die Situation lebensgefährlich. Der Roman verbindet Alltägliches mit den großen Schrecken des Nationalsozialismus und zeigt, welche Kraft Worte und Geschichten in dunkler Zeit entfalten können.
Aufbau und Stil
Erzählt wird die Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive, dem Tod selbst, der beobachtend und manchmal melancholisch durch die Ereignisse führt. Diese Erzählinstanz verleiht dem Text einen eigenwilligen, poetischen Ton, der Leichtigkeit und Schwere miteinander verwebt. Die Sprache ist bildreich, oft knapp und pointiert, und schafft so einen Kontrast zur Härte der geschilderten Verhältnisse.
Für wen
Geeignet ist der Roman für Jugendliche ab zwölf Jahren ebenso wie für Erwachsene, die sich für Literatur über den Nationalsozialismus interessieren. Auch für Lesekreise und alle, die sich mit der Bedeutung von Büchern und Geschichten in Krisenzeiten beschäftigen möchten, bietet er reichlich Gesprächsstoff.
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