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Ein ganzes Leben – Roman

Ein ganzes Leben

Belletristik: Zeitgenössischer Roman

Robert Seethaler

Goldmann, 2016 · Taschenbuch, 192 Seiten · ISBN 978-3-442-48291-7

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Worum es geht

Ein ganzes Leben erzählt die Geschichte von Andreas Egger, der als kleiner Junge in ein abgelegenes Alpendorf kommt und dort bleiben wird, bis er stirbt. Ohne große Umwege begleitet der Roman Egger durch seine Jugend als Hilfsknecht, durch die Arbeit am Bau einer der ersten Bergbahnen und durch die Ankunft von Strom, Licht und Lärm in einem bis dahin stillen Tal. Mittendrin steht die Liebe zu Marie, die sein Leben prägt und die er doch verliert. Am Ende, wenn Egger selbst seinen letzten Weg antritt, blickt er auf ein Leben zurück, das unspektakulär wirkt und gerade darin seine stille Größe entfaltet.

Aufbau und Stil

Der Roman folgt chronologisch dem Leben seiner Hauptfigur, verzichtet dabei aber auf große dramatische Zuspitzungen. Die Sprache ist knapp, klar und von einer ruhigen, fast lakonischen Präzision, die den Ereignissen viel Raum lässt, ohne sie auszuschmücken. Kurze, dichte Szenen reihen sich zu einem großen Ganzen, wobei gesellschaftliche Veränderungen wie Technisierung und Kriege eher am Rand aufscheinen als im Zentrum zu stehen.

Für wen

Geeignet für Leserinnen und Leser, die stille, konzentrierte Erzählweisen schätzen und sich für das unspektakuläre, aber bewegende Leben eines einfachen Menschen interessieren. Auch wer sich für alpine Lebenswelten, den Wandel des ländlichen Alltags im 20. Jahrhundert oder knappe, poetische Prosa begeistert, findet hier passende Lektüre.

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