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Die Haushälterin – Roman

Die Haushälterin

Psychothriller

Joy Fielding

Goldmann, 2023 · Taschenbuch, 448 Seiten · ISBN 978-3-442-49476-7

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Worum es geht

Jodi Bishop führt in Toronto ein geordnetes Leben als erfolgreiche Maklerin, mit Ehemann, zwei Kindern und alternden Eltern, um die sie sich zunehmend sorgt. Weil ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, sucht sie Unterstützung im Haushalt und findet mit Elyse scheinbar die ideale Lösung. Elyse wirkt warmherzig, tatkräftig und gewinnt sogar den misstrauischen Vater für sich. Doch mit der Zeit verändert sich das Verhalten der Eltern, sie ziehen sich zurück, verlassen kaum noch das Haus, und die Mutter zeigt deutliche Angst vor der neuen Haushälterin. Als die Mutter überraschend stirbt, muss Jodi erkennen, dass sie einer fremden Person Zugang zum intimsten Bereich ihrer Familie verschafft hat, ohne deren wahre Absichten zu kennen. Im Zentrum stehen Vertrauen, Abhängigkeit im Alter und die Frage, wie gut man Menschen wirklich kennt, denen man die eigene Familie anvertraut.

Aufbau und Stil

Der Roman entfaltet sich als psychologischer Spannungsroman, der sich langsam von einer familiären Alltagssituation in eine bedrohliche Richtung verschiebt. Die Erzählweise folgt Jodis Perspektive und lässt Leserinnen und Leser die wachsende Beunruhigung unmittelbar miterleben. Kleine Beobachtungen und Verhaltensänderungen bauen Stück für Stück eine Atmosphäre des Misstrauens auf, bevor sich die Ereignisse zuspitzen. Die Sprache ist klar und zugänglich, auf Effekthascherei wird verzichtet, stattdessen setzt die Autorin auf schleichende Verunsicherung.

Für wen

Dieses Buch eignet sich für Menschen, die psychologische Spannungsliteratur schätzen, in der zwischenmenschliches Misstrauen und familiäre Abhängigkeiten eine zentrale Rolle spielen. Auch wer sich für Themen wie Pflege im Alter und Vertrauen gegenüber Fremden interessiert, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken.

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