Zeitgenössischer psychologischer Roman
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Worum es geht
An einem Neujahrsmorgen quält sich Henning mit dem Fahrrad den steilen Anstieg nach Femés auf Lanzarote hinauf. Äußerlich stimmt scheinbar alles: zwei Kinder, ein solider Job, mit seiner Frau Theresa lebt er ein modernes, partnerschaftliches Familienmodell. Innerlich jedoch ist Henning am Ende seiner Kräfte, geplagt von Angstzuständen und Panikattacken, die ihn seit der Geburt seiner Tochter begleiten. Oben am Pass angekommen, bricht eine verschüttete Kindheitserinnerung an denselben Ort auf, und Henning erkennt, dass sich hier einst etwas Furchtbares zugetragen hat, das ihn bis in die Gegenwart verfolgt. So verschränkt der Roman die Themen Erschöpfung moderner Elternschaft, Rollenbilder zwischen Beruf und Familie sowie ein lange verdrängtes Trauma.
Aufbau und Stil
Die Geschichte folgt Henning während seiner Fahrradtour, wobei körperliche Anstrengung und innere Rückblenden ineinandergreifen. Gegenwart und Erinnerung überlagern sich zunehmend, während die Spannung stetig wächst. Juli Zeh erzählt knapp, präzise und psychologisch genau, ohne auf effekthaschende Dramatik zu setzen.
Für wen
Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für Familienthemen, moderne Vaterrollen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessieren, sowie für alle, die psychologisch dichte Spannungsliteratur schätzen.
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