Psychologischer historischer Roman
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Worum es geht
Im Wien des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts bittet die selbstbewusste junge Russin Lou Andreas Salomé den angesehenen Arzt Josef Breuer um Hilfe. Der Philosoph Friedrich Nietzsche steckt tief in einer zerstörerischen Verstrickung mit ihr und trägt sich mit Selbstmordgedanken. Breuer willigt ein, sich des schwierigen Patienten anzunehmen, und erprobt dabei eine Behandlungsmethode, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Aus der Begegnung zweier eigenwilliger Köpfe entsteht ein Ringen um Nähe, Kontrolle und Selbsterkenntnis, das am Ende beide Männer verändert. Themen wie Obsession, Heilung und die Anfänge der Psychoanalyse verweben sich mit einer Dreiecksbeziehung, die weit über ihre Zeit hinausweist.
Aufbau und Stil
Der Roman verbindet historische Figuren und Ereignisse mit erfundenen Dialogen und Szenen zu einer dichten, psychologisch grundierten Erzählung. Die Handlung entfaltet sich weitgehend aus der Perspektive Breuers, wodurch innere Zweifel und ärztliche Selbstreflexion viel Raum bekommen. Sprachlich bleibt der Ton klar und zugänglich, ohne die philosophischen und medizinischen Hintergründe zu vereinfachen.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für Philosophie, frühe Psychoanalyse und das Wien des Fin de siècle interessieren und Freude an klug konstruierten historischen Romanen haben.
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