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Vom Ende einer Geschichte – Roman

Vom Ende einer Geschichte

Zeitgenössische Literatur

Julian Barnes

btb, 2013 · Taschenbuch, 192 Seiten · ISBN 978-3-442-74547-0

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Worum es geht

Tony Webster ist ein Mann, der auf sein Leben zurückblickt und glaubt, mit sich und seiner Vergangenheit im Reinen zu sein. Eine Ehe, eine einvernehmliche Trennung, eine Berufskarriere, alles scheint geordnet und abgeschlossen. Dann erreicht ihn ein Brief eines Anwalts, der mit einer Erbschaft verbunden ist, und plötzlich gerät alles ins Wanken, was Tony über seine Jugend zu wissen glaubte. Im Zentrum stehen seine Schulzeit und die Freundschaft mit dem klugen, faszinierenden Adrian, der später auf tragische Weise aus seinem Leben verschwand. Je tiefer Tony in die eigene Erinnerung eindringt, desto deutlicher zeigt sich, wie trügerisch und formbar diese Erinnerung eigentlich ist. Der Roman fragt danach, wie zuverlässig die Geschichten sind, die man sich selbst über das eigene Leben erzählt, und was Erinnerung und Wahrheit tatsächlich miteinander zu tun haben.

Aufbau und Stil

Der Roman ist knapp gehalten und in zwei Zeitebenen gegliedert, die Jugend und die Gegenwart eines alternden Mannes. Erzählt wird aus der Perspektive Tonys, dessen Rückblick zunehmend brüchig wirkt, je weiter die Handlung voranschreitet. Die Sprache ist nüchtern und präzise, ohne auf leise Ironie zu verzichten, und entfaltet gerade durch ihre Zurückhaltung eine besondere Wirkung.

Für wen

Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die schmale, dicht geschriebene Romane mit psychologischer Tiefe schätzen. Wer sich gerne mit Fragen nach Erinnerung, Selbsttäuschung und den leisen Verwerfungen eines Lebens beschäftigt, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken.

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