Familienroman
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Worum es geht
In einem Vorarlberger Bergdorf lebt die Familie Moosbrugger am Rand der Gemeinschaft, verspottet als die Bagage
, weil sie arm und anders ist als die übrigen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner. Josef zieht in den Ersten Weltkrieg, und seine Frau Maria bleibt mit den Kindern zurück, abhängig vom Wohlwollen des Bürgermeisters. In dieser Zeit taucht Georg auf, ein Fremder aus Hannover, und Maria wird schwanger mit einem Kind, das später Grete heißen wird – die Mutter der Autorin. Monika Helfer erzählt darin von den eigenen Wurzeln, von Armut, Ausgrenzung und der Kraft einer Frau, die gegen Vorurteile und Abhängigkeit besteht.
Aufbau und Stil
Der schmale Roman verdichtet eine ganze Familiengeschichte auf wenigen Seiten, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Monika Helfer erzählt in ruhigem, fast lakonischem Ton, der zwischen persönlicher Nähe und historischer Distanz wechselt. Die Sprache bleibt schlicht und zugleich eindringlich, sodass jeder Satz Nachhall entfaltet. Erinnerung und Rekonstruktion verschränken sich, wodurch Fiktion und Familienchronik ineinanderfließen.
Für wen
Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für österreichische Familiengeschichten, die Zeit des Ersten Weltkriegs und das Leben am Rand ländlicher Dorfgemeinschaften interessieren. Auch wer sich mit Themen wie Mutterschaft, Emanzipation und der Suche nach der eigenen Herkunft beschäftigen möchte, findet hier eine berührende Lektüre.
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