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Wackelkontakt – Roman

Wackelkontakt

Kriminalroman

Wolf Haas

Hanser, Carl, 2025 · Hardcover, 238 Seiten · ISBN 978-3-446-28272-8

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Worum es geht

Franz Escher wartet auf den Elektriker, weil seine Steckdose einen Wackelkontakt hat. Um sich die Wartezeit zu verkürzen, liest er ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Der sitzt im Gefängnis, fürchtet nach unzähligen Verrätereien um sein Leben und liegt deshalb nachts wach – und liest ein Buch über Franz Escher, der auf den Elektriker wartet, weil seine Steckdose einen Wackelkontakt hat. Aus diesen beiden ineinander verschachtelten Lebensgeschichten entwickelt sich ein Geflecht aus einem toten Handwerker, familiären Verstrickungen und ungelösten Geheimnissen zwischen Österreich und Italien.

Aufbau und Stil

Der Roman spielt mit einer Ringstruktur, in der die beiden Erzählstränge sich gegenseitig spiegeln und immer wieder ineinander übergehen, bis nicht mehr klar ist, wer eigentlich wessen Geschichte liest. Wolf Haas setzt auf eine verspielte, postmoderne Erzählweise, die mit Wiederholungen, Verweisen und kleinen Verschiebungen arbeitet und so aus einer scheinbar simplen Ausgangssituation ein vielschichtiges Puzzle macht. Sprachlich bleibt der Ton dabei leicht und pointiert, auch wenn sich die Handlung zunehmend verdichtet und ins Mafia-Milieu hineinzieht.

Für wen

Geeignet ist Wackelkontakt für Leserinnen und Leser, die verschachtelte, klug konstruierte Erzählformen mögen und sich gern auf ein doppeltes Ratespiel einlassen. Wer Wolf Haas' Sprachwitz und Gespür für Pointen kennt und schätzt, findet hier ebenso viel Vergnügen wie alle, die Krimi-Elemente mit literarischem Spieltrieb verbunden haben möchten.

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