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Die Holländerinnen – Roman

Die Holländerinnen

Zeitgenössischer Roman

Dorothee Elmiger

Hanser, Carl, 2025 · Hardcover, 160 Seiten · ISBN 978-3-446-28298-8

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Worum es geht

Eine namenlose Schriftstellerin wird am Straßenrand von einem Anruf erreicht: Ein bekannter Theatermacher möchte sie für ein Projekt gewinnen, das tief im Dschungel angesiedelt ist und einen realen Fall rekonstruieren soll. Sie sagt zu und begleitet die Theatergruppe auf ihrem Weg in den Urwald. Aus dieser Reise entwickelt sich eine Geschichte, die weit über die Ausgangssituation hinauswächst und Fragen nach Gewalt, Kolonialismus, Kapitalismus und patriarchalen Strukturen verhandelt. Im Zentrum steht die Erfahrung der Verlorenheit im Universum sowie das Scheitern überkommener Erzählungen angesichts einer Wirklichkeit, die sich diesen Erzählungen widersetzt. Menschen und monströse Erscheinungen treffen aufeinander, Furcht wird zum ständigen Begleiter der Handlung.

Aufbau und Stil

Der Roman verbindet dichte, bildstarke Sprache mit einer Erzählweise, die an Elemente des Cosmic Horror erinnert und zugleich Bezüge zu filmischen Vorbildern wie Werner Herzog und Michael Haneke aufruft. Die Ich-Erzählerin führt durch eine Handlung, die sich zunehmend ins Unheimliche verschiebt, ohne klare Auflösung anzubieten. Kurze, konzentrierte Szenen wechseln sich mit reflektierenden Passagen ab, wodurch ein Sog entsteht, der die Leserinnen und Leser tief in das Geschehen hineinzieht.

Für wen

Dieser Roman eignet sich für Leserinnen und Leser, die sprachlich anspruchsvolle Gegenwartsliteratur schätzen und sich auf verstörende, atmosphärisch dichte Erzählweisen einlassen möchten. Wer sich für die literarische Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Machtstrukturen und existenzieller Verunsicherung interessiert, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken.

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