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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Autobiografischer Essay über Feminismus und Trauer

Christien Brinkgreve

Hanser, Carl, 2026 · Hardcover, 192 Seiten · ISBN 978-3-446-28567-5

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Worum es geht

Nach dem Tod ihres Mannes beginnt Christien Brinkgreve, das gemeinsame Haus aufzuräumen – und mit ihm ihr ganzes Leben. Beim Sortieren von Erinnerungsstücken entsteht eine Rückschau auf Jahrzehnte der Ehe, der Familie und der eigenen Rollenbilder. Sie fragt, wer sie in der Beziehung war und wer sie ohne diese Beziehung noch ist. Dabei geht es um Themen wie Mental Load, Selbstermächtigung und die Frage, wie eine Frau sich zwischen Liebe und äußeren Erwartungen selbst verloren haben kann. Trauer und Verlust werden zum Ausgangspunkt einer Erkundung des Frauseins und des Alterns, die zugleich sehr persönlich und gesellschaftlich lesbar bleibt.

Aufbau und Stil

Das Buch folgt der äußeren Handlung des Aufräumens und Ordnens, die zur inneren Struktur der Erinnerung wird: Gegenstände, Räume und Erinnerungsstücke lösen Reflexionen aus, die sich zu einer fortlaufenden Selbstbefragung verdichten. Die Erzählweise ist unmittelbar und persönlich, oft essayistisch, mit einer Sprache, die genaue Beobachtung und emotionale Offenheit verbindet. Statt einer chronologischen Lebensgeschichte entsteht ein Mosaik aus Rückblicken, Gedanken und Momentaufnahmen, das Nähe zur Erzählerin schafft, ohne ins Sentimentale zu kippen.

Für wen

Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für Fragen von Trauer, Alter und weiblicher Selbstbestimmung interessieren. Besonders Frauen, die eigene Erfahrungen mit Ehe, Familienrollen oder Verlust reflektieren möchten, dürften sich in den Beobachtungen wiederfinden. Auch wer feministische Perspektiven auf Liebe und Lebensentscheidungen sucht, findet hier Anknüpfungspunkte.

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