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Mühlensommer – Roman

Mühlensommer

Familienroman

Martina Bogdahn

Kiepenheuer & Witsch, 2026 · Taschenbuch, 352 Seiten · ISBN 978-3-462-00814-2

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Worum es geht

Maria will eigentlich ein ruhiges Wochenende fern der Stadt verbringen, als sie vom Unfall ihres Vaters erfährt. Sofort fährt sie zum elterlichen Bauernhof in Mittelfranken und landet damit unweigerlich in ihrer eigenen Vergangenheit. Zwischen Schweinestall, Hopfenernte und dem Duft von Holzofenbrot kehren Erinnerungen an eine Kindheit zurück, die zwischen starren Traditionen und kleinen Fluchten in die Freiheit verlief. Als auch die Mutter aus dem Krankenhaus heimkehrt und Marias Bruder Thomas eintrifft, versammelt sich die Familie in gemeinsamer Sorge. Doch das lange Schweigen hält nicht ewig, und irgendwann spricht Thomas aus, was alle viel zu lange verdrängt haben. So wird aus einem Notfall eine Geschichte über Herkunft, Familienbande und die Frage, wohin man eigentlich gehört.

Aufbau und Stil

Der Roman entfaltet sich entlang eines einzigen intensiven Sommers, in dem Gegenwart und Erinnerung eng verwoben sind. Rückblicke auf die Kindheit auf dem Hof wechseln sich mit den Ereignissen der Krise um den Vater ab, sodass sich beide Zeitebenen gegenseitig erklären. Martina Bogdahn erzählt warmherzig und mit einem feinen Sinn für Humor, ohne die ernsteren Untertöne von Familiengeheimnissen und Verdrängtem zu verschweigen. Die Sprache bleibt dabei sinnlich und bildhaft, besonders wenn es um Landleben, Essen und die Atmosphäre des Dorfes geht.

Für wen

Besonders geeignet ist Mühlensommer für Leserinnen und Leser, die Familienromane mit ländlichem Setting schätzen und sich gerne in Geschichten über Herkunft und Erwachsenwerden vertiefen. Wer selbst Wurzeln auf dem Land hat oder sich nach Entschleunigung sehnt, wird sich in der Atmosphäre von Mittelfranken schnell zurechtfinden. Auch als Urlaubslektüre oder Geschenk bietet sich dieser Roman an.

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