Kriminalroman, Frankreich-Krimi
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Worum es geht
Kommissar Dupin wird in seinem fünften Fall auf die Île de Sein gerufen, eine kleine Insel weit draußen im Atlantik vor der bretonischen Westküste. In der Fischauktionshalle von Douarnenez wird eine junge Fischerin mit durchschnittener Kehle gefunden, die sich für den Schutz der Meere einsetzte und gegen sogenannte Hochseepiraten kämpfte. Noch bevor die Ermittlungen richtig beginnen, wird auf der Insel eine zweite Leiche entdeckt. Dupin tastet sich in eine verschworene Inselgemeinschaft vor, während alte Schmugglerrouten, mutmaßlich illegale Aktivitäten im Meeresschutzgebiet Parc Iroise und die Legende einer versunkenen Stadt eine Rolle spielen. Es geht um die Bedrohung der Ozeane, um die Traditionen der Inselbewohnerinnen und Inselbewohner und darum, wie weit Menschen für ihre Überzeugungen gehen.
Aufbau und Stil
Der Roman folgt der klassischen Krimi-Dramaturgie mit wechselnden Schauplätzen zwischen Festland und den Inseln Molène, Ouessant und Sein. Erzählt wird aus Dupins Perspektive, begleitet von knappen, atmosphärischen Naturschilderungen der rauen Küste. Der Ton bleibt trotz ernster Themen leicht und mit feinem Humor durchsetzt, die Sprache ist bildreich und sinnlich, ohne an Spannung zu verlieren. Gespräche mit Inselbewohnerinnen und Inselbewohnern liefern nach und nach Hintergrundwissen zu Mythen und Geschichte der Region.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die Krimis mit starker regionaler Atmosphäre schätzen und sich gern in die bretonische Inselwelt entführen lassen. Auch wer sich für Meeresschutz und Fischerei interessiert, findet hier Anknüpfungspunkte. Da die Fälle eigenständig sind, eignet sich der Band auch für den Einstieg in die Reihe, obwohl Fans früherer Bände wie Bretonische Verhältnisse
vertraute Figuren wiedertreffen.
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