Zeitgenössischer Gegenwartsroman
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Worum es geht
In Schoßgebete
steht Elizabeth im Mittelpunkt, eine junge Frau, die mit ihrem Mann Georg eine sehr körperliche, sehr offen erzählte Ehe führt. Zwischen Sex am helllichten Tag und geschlossenen Fenstern wegen der Nachbarn kümmert sie sich um ihre Tochter Liza, hat mit deren Vater zu tun und schleppt eine Kindheit mit sich herum, die von einer Mutter geprägt ist, die Sexualität als etwas Schmutziges vermitteln wollte. Über allem liegt ein Unfall, der die Themen Familie, Angst und Körperlichkeit für Elizabeth untrennbar miteinander verknüpft. Der Roman verhandelt Ehe, Intimität und Familiengeschichte als eng verwobenes Geflecht, in dem Zärtlichkeit und Verletzlichkeit nah beieinanderliegen.
Aufbau und Stil
Charlotte Roche erzählt aus der Ich-Perspektive Elizabeths, unmittelbar und ohne Umwege um vermeintliche Tabus. Die Sprache ist direkt, oft derb und zugleich von einem trockenen, manchmal grimmigen Humor durchzogen. Zeitlich und thematisch springt der Roman zwischen ehelicher Gegenwart und familiärer Vergangenheit, sodass sich das Bild einer Frau erst nach und nach zusammensetzt.
Für wen
Geeignet ist der Roman für Leserinnen und Leser, die literarische Auseinandersetzungen mit Sexualität, Ehe und Familie schätzen und dabei keine Scheu vor expliziten Schilderungen haben. Wer sich für Bücher interessiert, die gesellschaftliche Tabuthemen offen verhandeln, findet hier reichlich Stoff.
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