Autobiografie/Feministisches Sachbuch
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Worum es geht
Im Mittelpunkt steht der Fall, der 2024 weltweit Aufsehen erregte. Gisèle Pelicot entschied sich, im Prozess gegen ihren früheren Ehemann und mehr als fünfzig weitere Angeklagte auf Anonymität zu verzichten. Das Buch erzählt von den Jahren heimlicher Betäubung und sexualisierter Gewalt, von Verrat innerhalb der eigenen Ehe und von dem langen Weg, öffentlich Gerechtigkeit einzufordern. Zugleich geht es um die Frage, wie Scham von den Betroffenen zu den Tätern wandern kann. Über die juristische Aufarbeitung hinaus handelt der Text vom Vertrauen, das zerbrach, und von der Kraft, dennoch weiterzuleben und an Beziehungen zu glauben.
Aufbau und Stil
Gemeinsam mit Judith Perrignon verfasst, liest sich das Buch als persönliches Zeugnis und nicht als nüchterne Gerichtsakte. Erzählt wird in ruhigem, reflektierendem Ton, der Nähe zulässt, ohne reißerisch zu wirken. Rückblenden auf das gemeinsame Leben mit dem Ex-Mann wechseln sich mit Passagen über den Prozessverlauf und dessen gesellschaftliche Wirkung ab.
Für wen
Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Feminismus, sexualisierte Gewalt und gesellschaftlichen Wandel interessieren. Auch wer nach Geschichten sucht, die trotz Erschütterung Mut machen, findet hier eine Stimme, die genau das verkörpert.
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