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Schuld – Stories

Schuld

Kriminalliteratur

Ferdinand von Schirach

Piper, 2012 · Taschenbuch, 208 Seiten · ISBN 978-3-492-27377-0

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Worum es geht

In Schuld versammelt Ferdinand von Schirach fünfzehn Geschichten, die von Gerichtsfällen ausgehen und weit darüber hinausdenken. Es geht um eine Frau, die jahrelang von ihrem Mann misshandelt wird, bis dieser eines Tages erschlagen wird, um einen Internatsschüler, der im Namen einer geheimen Gruppe gequält wird, und um ein Paar, dessen Spiel eine gefährliche Wendung nimmt. Hinter den einzelnen Fällen steht immer wieder dieselbe Frage, nämlich wo Schuld beginnt und wo Unschuld endet, und wie nah Recht und Gerechtigkeit beieinanderliegen oder eben nicht.

Aufbau und Stil

Die Geschichten sind kurz gehalten und folgen einer nüchternen, fast protokollarischen Sprache. Von Schirach berichtet aus der Distanz eines Beobachters, ohne die Figuren zu bewerten oder ihr Verhalten zu erklären. Diese Zurückhaltung erzeugt eine eigentümliche Spannung, weil die Leerstellen den Leserinnen und Lesern überlassen bleiben. Anders als in seinem ersten Erzählband, Verbrechen, treten hier die menschlichen Abgründe noch unmittelbarer hervor.

Für wen

Das Buch eignet sich für alle, die sich für Kriminalfälle, Rechtsprechung und die moralischen Grauzonen dahinter interessieren. Wer klare Antworten sucht, wird enttäuscht, wer offene Fragen aushält, findet reichlich Stoff zum Nachdenken.

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