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Parallelgeschichten

Parallelgeschichten

Ungarische Gegenwartsliteratur

Péter Nádas

Rowohlt, 2012 · Hardcover, 1728 Seiten · ISBN 978-3-498-04695-8

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Worum es geht

Am Anfang steht ein Fund im Berliner Tiergarten. Ein Student entdeckt dort beim Joggen im Jahr 1989 eine Leiche. Von dieser Szene aus entfaltet sich die Geschichte der Budapester Familie Demén und ihres Umkreises, deren Schicksale eng mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verbunden sind. Der Roman führt zurück in die Vorkriegszeit Berlins, zur Deportation ungarischer Jüdinnen und Juden 1944 und 1945, zur Revolution von 1956 und zu deren Nachwirkungen bis in die sechziger Jahre. Im Zentrum steht immer wieder der menschliche Körper, seine Sexualität und Verletzlichkeit, die für Péter Nádas zum eigentlichen Schauplatz der Geschichte werden.

Aufbau und Stil

Statt einer einzigen Handlung entfaltet der Roman ein weites Geflecht vieler Geschichten und Figuren, die sich zeitlich und räumlich verzweigen. Die Erzählung springt zwischen Epochen und Orten, ohne sich zu einer geschlossenen Chronik fügen zu wollen. Die Sprache ist dicht, analytisch genau und widmet sich ausführlich der inneren wie körperlichen Wirklichkeit der Personen.

Für wen

Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich Zeit nehmen wollen für ein umfangreiches, anspruchsvolles Werk über europäische Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert. Wer sich für Ungarn, Berlin und die Verschränkung privater und politischer Schicksale interessiert, findet hier reichen Stoff.

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