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Der goldene Handschuh – Roman

Der goldene Handschuh

Kriminalroman über Serienmörder

Heinz Strunk

Rowohlt, 2016 · Hardcover, 256 Seiten · ISBN 978-3-498-06436-5

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Worum es geht

Im Zentrum steht Fritz Honka, jener Mann, der 1976 in Hamburg wegen mehrerer Morde vor Gericht stand und dadurch traurige Berühmtheit erlangte. Strunk erzählt von seiner von Missbrauch und Gewalt geprägten Jugend und davon, wie er seine Opfer aus der Kneipe Zum Goldenen Handschuh mitnahm. Der Roman zeigt die Welt des Hamburger Kiezes, der Absturzkneipen und Abbruchquartiere, in der Täter wie Opfer gleichermaßen gezeichnet sind vom Elend ihres Lebens. Immer wieder wechselt die Erzählung in die feine Gesellschaft einer Reederfamilie aus den Elbvororten, wo zwar Geld, aber ebenso wenig Mitgefühl zu finden ist. Am Ende begegnen sich beide Welten in einer durchgängig geöffneten Kaschemme, wo Alkohol, Sex und Verzweiflung aufeinandertreffen und alle Beteiligten denselben Wunsch nach Glück in sich tragen.

Aufbau und Stil

Strunk erzählt mit derber Direktheit und schwarzem Humor, der jederzeit in Tragik umschlagen kann. Die Sprache ist roh und genau zugleich, historische Details verleihen der Handlung Authentizität. Zwischen den Milieuschilderungen des Kiezes und den Szenen aus großbürgerlichen Kreisen wechselt der Roman immer wieder die Perspektive und schafft so ein vielschichtiges Bild einer ganzen Stadtgesellschaft.

Für wen

Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für wahre Kriminalfälle interessieren und dabei auch literarisch anspruchsvolle Sprache und schwarzen Humor schätzen. Auch wer sich für die Geschichte Hamburgs und seiner Schattenseiten interessiert, findet hier reichlich Stoff.

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