Zeitgenössischer deutscher Roman
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Worum es geht
In Ruhm
verknüpft Daniel Kehlmann neun Geschichten zu einem Roman über die Frage, was von einer Person eigentlich echt ist, wenn Identität heute so leicht kopiert, vertauscht oder digital verzerrt werden kann. Ein Schriftsteller macht Menschen aus seinem Umfeld zu literarischen Figuren, ein Abteilungsleiter führt ein Doppelleben, ein Schauspieler wünscht sich Anonymität und eine alte Dame begibt sich auf eine letzte Reise. Dazu kommen Stimmen aus dem Internet, die zeigen, wie moderne Kommunikation Nähe vortäuscht und zugleich Entfremdung erzeugt. Die einzelnen Wege der Figuren berühren sich immer wieder, mal beiläufig, mal folgenreich, sodass ein Netz aus Zufällen, Täuschungen und Wirklichkeitsverschiebungen entsteht.
Aufbau und Stil
Der Roman gliedert sich in neun Episoden, die formal eigenständig wirken und doch durch wiederkehrende Figuren und Motive zusammengehalten werden. Kehlmann wechselt Erzählperspektiven und Tonlagen, von nüchtern beobachtend bis leicht ironisch, und spielt mit Brüchen zwischen Fiktion und vermeintlicher Realität innerhalb der Geschichte selbst. Die Sprache ist klar und pointiert, oft mit trockenem Humor durchsetzt, der auch ernstere Themen wie Identitätsverlust und Vereinsamung nicht schwer werden lässt.
Für wen
Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die verschachtelte Erzählformen mögen und Freude an klug konstruierten Verweisen zwischen einzelnen Geschichten haben. Wer sich für Fragen rund um Identität, digitale Kommunikation und die Kehlmann-typische Mischung aus Komik und Tiefgang interessiert, findet hier reichlich Stoff, ebenso Fans seines Romans Die Vermessung der Welt
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