Spionagethriller mit existenzialistischer Note
Aktuelle Angebote bei booklooker
Worum es geht
Irgendwo in Nordafrika, in einer namenlosen Wüstenstadt der siebziger Jahre, wacht ein Mann auf, der nicht weiß, wer er ist. Er hat keine Erinnerung, keinen Namen und keine Ahnung, wie er in diese lebensfeindliche Gegend geraten ist. Um ihn herum verdichtet sich eine Geschichte aus Mord, Spionage und Verwechslungen, in die er unfreiwillig hineingezogen wird. Auf der Suche nach seiner Identität stolpert er von einer gefährlichen Situation in die nächste, während sich die Grenze zwischen Wahrheit und Täuschung immer weiter auflöst. Herrndorf nutzt dieses Verwirrspiel, um große Fragen zu verhandeln, wer wir sind, wenn alle äußeren Anhaltspunkte fehlen, und ob es so etwas wie einen festen Kern der Persönlichkeit überhaupt gibt.
Aufbau und Stil
Der Roman spielt gekonnt mit den Mitteln des klassischen Spionagethrillers, unterläuft sie aber ständig durch absurde Volten und trockenen Humor. Die Handlung verzweigt sich in mehrere Erzählstränge und Figuren, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach, oft überraschend, erschließen. Die Sprache ist präzise und pointiert, mit einem Gespür für komische Details mitten in bedrohlichen Situationen. Aus dieser Mischung aus Spannung, Situationskomik und philosophischem Unterton entsteht ein Sog, der bis zum Schluss anhält.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die Spionagegeschichten mögen, dabei aber mehr wollen als reine Unterhaltung. Wer sich auf ungewöhnliche Erzählformen und offene Fragen einlässt, findet hier einen Roman, der klug unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken über Identität und Existenz anregt.
Weitere Bücher entdecken: Alle Buchvorstellungen