Skandinavischer Kriminalroman
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Worum es geht
In einem norwegischen Wald wird ein junges Mädchen tot aufgefunden, Opfer einer brutalen Vergewaltigung. Zehn Jahre später stirbt am selben Ort ein Polizist, sein Gesicht grausam zugerichtet. Eine Sonderkommission ermittelt, doch weitere Morde folgen, ohne dass sich eine heiße Spur zeigt. Der beste Ermittler der Polizei, Harry Hole, fehlt in dieser Zeit. Parallel dazu liegt in einem Krankenhaus ein schwerverletzter Mann im Koma, sein Zimmer wird bewacht, seine Identität geheim gehalten, denn irgendwo lauert ein Feind. Im Zentrum stehen Gewalt, Schuld und die Frage, wie tief Abgründe reichen können, wenn alte Taten nicht vergessen sind.
Aufbau und Stil
Der Roman verknüpft zwei Zeitebenen und mehrere Handlungsstränge, die erst nach und nach zusammenfinden. Nesbø erzählt in knappen, atmosphärischen Kapiteln, die zwischen Tatort, Krankenzimmer und Ermittlungsarbeit wechseln und so ein hohes Erzähltempo erzeugen. Die Sprache ist nüchtern und präzise, ohne auf düstere Bilder zu verzichten, die das winterliche Oslo als Schauplatz unterstreichen. Durch den Wechsel der Perspektiven bleibt lange offen, wer Täter und wer Opfer ist, was den Spannungsbogen bis zum Schluss trägt.
Für wen
Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die komplexe Kriminalromane mit psychologischer Tiefe schätzen. Wer die Harry-Hole-Reihe bereits kennt, findet hier einen weiteren Fall, der sich auch als eigenständige Geschichte lesen lässt. Ebenso passend ist es für alle, die skandinavische Krimis mit dichter, düsterer Atmosphäre mögen.
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