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Trophäe – Roman

Trophäe

Belletristik: Gesellschaftskritischer Roman

Gaea Schoeters

Zsolnay, Paul, 2024 · Hardcover, 256 Seiten · ISBN 978-3-552-07388-3

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Worum es geht

Im Zentrum steht Hunter, ein wohlhabender amerikanischer Großwildjäger, der fast alle erdenklichen Trophäen bereits erlegt hat. Über seinen Freund Van Heeren erhält er die Gelegenheit, in Afrika ein Nashorn zu schießen und damit die sogenannten Big Five zu vervollständigen. Wilderer durchkreuzen jedoch sein Vorhaben, und aus verletztem Stolz entsteht der Wunsch nach Vergeltung. Als Van Heeren beiläufig die Idee der Big Six ins Spiel bringt, gerät Hunter in einen moralischen Grenzbereich, der die Frage nach dem Wert menschlichen Lebens radikal zuspitzt. Der Roman verhandelt Themen wie Kolonialismus, Machtgefälle zwischen Nord und Süd sowie die Ethik der Jagd und stellt dabei unbequeme Fragen zu Gewalt, Privileg und Selbstgerechtigkeit.

Aufbau und Stil

Die Erzählung folgt Hunter auf seiner Reise durch die afrikanische Wildnis und lässt Natur, Geräusche und Gerüche mit großer Sinnlichkeit lebendig werden. Diese atmosphärische Genauigkeit steht in bewusstem Kontrast zur kühlen Konsequenz, mit der die Handlung ihrer moralischen Eskalation entgegentreibt. Motivisch und thematisch schließt der Text an Joseph Conrads Das Herz der Finsternis an und verdichtet sich zu einem spannungsreichen, thrillerartigen Fortgang.

Für wen

Geeignet für Leserinnen und Leser, die anspruchsvolle, moralisch herausfordernde Literatur schätzen und sich für Themen wie Kolonialismus, Jagdethik und die Abgründe menschlicher Machtansprüche interessieren.

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