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Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Biografie

Andrea Wulf

C.Bertelsmann, 2016 · Hardcover, 560 Seiten · ISBN 978-3-570-10206-0

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Worum es geht

Das Buch erzählt vom Leben und Wirken Alexander von Humboldts, jenes Naturforschers und Universalgelehrten, dessen Name heute noch auf unzähligen Straßen, Pflanzen und sogar einem Mondmeer zu finden ist. Andrea Wulf zeichnet nach, wie Humboldt die Natur nicht als Ansammlung einzelner Phänomene begriff, sondern als ein zusammenhängendes Ganzes, einen Kosmos, in dem alles miteinander verwoben ist und der Mensch selbst Teil dieses Gefüges bleibt. Von Berlin und Paris aus führten ihn seine Reisen in die Tropen Lateinamerikas und später nach Russland und Zentralasien. Über sechs Jahrzehnte hinweg beschäftigte er sich mit Geologie, Botanik, Astronomie, Klimatologie und weiteren Feldern, dazu mit Ethnologie und wirtschaftlichen Fragen. Wulf zeigt, wie eng sein Denken mit heutigen Vorstellungen von Klimawandel und Nachhaltigkeit verknüpft ist.

Aufbau und Stil

Die Autorin folgt Humboldts Lebensweg chronologisch und verbindet dabei biografische Stationen mit den wissenschaftlichen Ideen, die daraus entstanden. Sie schildert seine Reisen, seine Beobachtungen und sein weitverzweigtes Netzwerk aus Gelehrten, Freunden und Bewunderern in einer erzählerischen, bildreichen Sprache, die eher an einen Reisebericht als an eine trockene Abhandlung erinnert. Zahlreiche historische Details fügen sich zu einem lebendigen Porträt einer Epoche, in der Wissenschaft, Abenteuer und Weltanschauung eng zusammengehörten.

Für wen

Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Wissenschaftsgeschichte, Reiseberichte und die Ursprünge ökologischen Denkens interessieren. Auch wer historische Biografien mag, die große Zusammenhänge anschaulich vermitteln, findet hier reichlich Stoff.

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