Sachbuch: Kriegskindheit und Trauma
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Worum es geht
Sabine Bode widmet sich in Die vergessene Generation
jenen Menschen, die als Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben und danach jahrzehntelang kaum darüber sprachen. Sie erzählt von Bombennächten, Flucht und Vertreibung, von Vätern, die im Feld waren, in Gefangenschaft gerieten oder fielen. Diese Erfahrungen wurden verdrängt, mit dem Gedanken, andere hätten es schlimmer getroffen. Erst im höheren Alter, wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen haben, tauchen die alten Bilder und Ängste wieder auf. Das Buch zeigt, wie dieses Schweigen eine ganze Generation geprägt hat, die funktionierte, aufbaute und nie klagte.
Aufbau und Stil
Bode stützt sich auf Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie auf fachliche Einschätzungen, etwa des Psychoanalytikers Horst-Eberhard Richter. Persönliche Berichte wechseln sich mit einordnenden Passagen ab, die Sprache bleibt klar und zugänglich, ohne die Schilderungen reißerisch aufzuladen. So entsteht ein Bild einer lange wenig beachteten Erfahrungswelt.
Für wen
Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für deutsche Nachkriegsgeschichte und ihre psychologischen Nachwirkungen interessieren, ebenso für Angehörige der beschriebenen Generation und für ihre Kinder und Enkelkinder, die die Prägungen ihrer Eltern und Großeltern besser verstehen möchten.
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