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Die Vegetarierin – Roman

Die Vegetarierin

Koreanische Gegenwartsliteratur

Kang Han

Aufbau TB, 2017 · Taschenbuch, 190 Seiten · ISBN 978-3-7466-3333-6

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Worum es geht

Im Zentrum steht Yeong-Hye, eine unauffällige Hausfrau in Südkorea, die eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Ausgelöst wird dieser Schritt durch einen Traum, den sie nicht näher erklärt. Für ihren Ehemann und ihre Familie ist diese Entscheidung ein Skandal, denn in einer Gesellschaft mit strengen sozialen Erwartungen wirkt eine solche Verweigerung wie ein Angriff auf die Ordnung. Aus dem stillen Verzicht auf tierische Produkte entwickelt sich eine immer radikalere Form von Rückzug: Yeong-Hye entfernt sich von gesellschaftlichen Konventionen, von ihrem Körper und schließlich von der menschlichen Existenz selbst, während sie beginnt, sich als Pflanze zu fühlen. Der Roman verhandelt Themen wie Ehe, Zwang, Autonomie und die Frage, wie viel Selbstbestimmung einer Frau in einem engen sozialen Gefüge zugestanden wird.

Aufbau und Stil

Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven von Personen aus Yeong-Hyes Umfeld, wodurch sie selbst seltsam entrückt und stumm bleibt. Die Sprache ist knapp, klar und von einer nüchternen Intensität, die den zunehmend verstörenden Vorgängen eine ruhige, fast traumhafte Note verleiht.

Für wen

Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für gesellschaftskritische, atmosphärisch verdichtete Literatur aus Südkorea interessieren und auch verstörende, symbolisch aufgeladene Erzählweisen schätzen.

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