Politisches Sachbuch über Großbritannien
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Worum es geht
Annette Dittert erinnert sich an jene Nacht im Januar 2020, als sie vor der Downing Street stand und der Brexit endgültig Wirklichkeit wurde und ihr die Tränen kamen, obwohl sie als Korrespondentin eigentlich nüchtern berichten sollte. Von diesem Moment aus spannt das Buch einen Bogen zu der Frage, was aus Großbritannien geworden ist, zehn Jahre nach dem Referendum. Dittert reist durch das Land, von der Royal Albert Hall bis ins House of Lords, spricht mit Schotten, Priestern und Earls und schwimmt mit einer Frauengruppe im eisigen Meer der Ostküste. Auch ihr eigenes Zuhause, ein kleines Stahlboot am Regent’s Canal in London, wird zum Ausgangspunkt ihrer Beobachtungen. So entsteht ein Bild eines Landes, das wirtschaftlich und sozial unter Druck steht, sich seine Eigenheiten und seinen Humor aber bewahrt hat.
Aufbau und Stil
Das Buch verbindet die Form des Reiseberichts mit politischer Analyse und persönlicher Erfahrung aus vielen Jahren als Korrespondentin. Einzelne Stationen und Begegnungen reihen sich zu einem vielschichtigen Gesamtbild, ohne dass ein starres Schema erkennbar wird. Der Ton bleibt erzählerisch und nah an den Menschen, politische Hintergründe werden eingebettet in Szenen und Gespräche. Dadurch liest sich der Band eher wie eine fortlaufende Erzählung als wie ein klassisches Sachbuch.
Für wen
Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Großbritannien jenseits der Schlagzeilen interessieren und mehr über die Stimmung im Land nach dem Brexit erfahren möchten. Auch wer britische Eigenheiten, Monarchie und Alltagskultur mag, findet hier viel Stoff. Zugleich spricht der Band alle an, die politische Reportage mit persönlichen Einblicken einer langjährigen Korrespondentin verbunden lesen möchten.
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