Zeitgenössischer Gegenwartsroman
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Worum es geht
Ida verlässt ihre Kleinstadt mit nicht viel mehr als dem alten Koffer ihrer Mutter und ein paar Kleidungsstücken. Der Tod der Mutter liegt erst wenige Wochen zurück, zur Beerdigung hat Ida es nicht geschafft. Aus einem Impuls heraus steigt sie in den Zug, der am weitesten wegführt, nur nicht zur Schwester Tilda nach Hamburg. So landet sie auf Rügen, ohne Ziel, dafür mit einem schweren Gepäck aus Wut, Trauer und Schuldgefühlen. Auf der Insel nehmen sie der Kneipenwirt Knut und dessen Frau bei sich auf. Es entsteht ein Alltag aus gemeinsamen Frühstücken, Waldspaziergängen und Kartenspielen, abends hilft Ida in der Kneipe aus. Über Leif, der ähnliche Verletzungen mit sich trägt wie sie selbst, findet Ida langsam wieder Halt. Der Roman erzählt vom Umgang mit Verlust und davon, wie sich aus Fremden eine Art Familie bilden kann, bevor das Leben erneut ins Wanken gerät.
Aufbau und Stil
Die Handlung folgt Ida über einen begrenzten Zeitraum und bleibt eng an ihrer Wahrnehmung. Die Sprache ist unprätentiös und direkt, ohne große Umwege, was der inneren Zerrissenheit der Hauptfigur eine ruhige, fast lakonische Form gibt. Kurze Szenen aus dem Inselalltag wechseln sich mit Momenten größerer emotionaler Wucht ab.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die eine berührende, unaufgeregt erzählte Geschichte über Trauer und Neuanfang suchen. Wer Caroline Wahls Vorgängerroman 22 Bahnen
mochte, findet hier einen vertrauten Ton wieder, auch ohne dass Vorkenntnisse nötig wären.
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