Zeitgenössischer deutscher Roman
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Worum es geht
Wiener Straße
spielt im Kreuzberg der frühen 1980er Jahre, einer wilden Mischung aus Punk, Hausbesetzerszene und künstlerischem Aufbruch. Im Mittelpunkt steht eine chaotische Wohngemeinschaft. Dort treffen Frank Lehmann, die rebellische Chrissie und die beiden Extremkünstler Karl Schmidt und H. R. Ledigt aufeinander. Zwischen absurden Kunstaktionen, Nachbarschaftsstreit und dem Kampf um die nächste Miete entfaltet sich ein turbulentes Panorama aus schrägen Typen, gescheiterten Genies und selbsternannten Revolutionären. Regener zeichnet ein liebevoll-sarkastisches Porträt einer Zeit, in der alles möglich schien – doch meistens schiefging.
Aufbau und Stil
Der Roman lebt von schnellen Szenenwechseln und einer lockeren, oft derben Sprache. Sie fängt den Ton der Szene ein. Die Handlung ist episodisch aufgebaut, mit skurrilen Nebenfiguren und absurden Wendungen. Diese erinnern an eine Sitcom. Regener setzt auf trockenen Humor und eine Mischung aus Alltagsrealismus und surrealen Übertreibungen. Die Dialoge sind scharf. Die Figuren sind überzeichnet, aber nie unsympathisch.
Für wen
Wiener Straße
ist perfekt für Leserinnen und Leser, die sich für die Berliner Subkultur der 1980er begeistern. Es eignet sich auch für alle, die einfach eine unterhaltsame, leicht anarchische Geschichte mögen. Wer Herr Lehmann
mochte, wird hier ähnlichen Charme und ähnliche Typen wiederfinden. Nur ist es noch ein bisschen wilder.
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