Deutscher Gegenwartsroman
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Worum es geht
Glitterschnitter
spielt im Berlin der frühen Achtziger, vor allem im legendären Kreuzberg. Im Mittelpunkt steht eine bunte Truppe von Künstlern, Musikern, Wirten und Träumern. Sie erschaffen zwischen Kneipen, Ateliers und Hinterhöfen ihr eigenes Universum. Die Band Glitterschnitter will mit ihrem Sound die Welt erobern, doch der Weg dorthin ist voller Absurditäten, Missverständnisse und kleiner Katastrophen. Daneben geht es um die Frage, was Kunst eigentlich ist. Entsteht sie im Atelier, in der Kneipe oder vielleicht in einer Ikea-Musterwohnung? Liebe, Eifersucht und Freundschaft werden genauso durcheinandergewirbelt wie die Pläne der Figuren. Diese scheitern mal grandios, mal gelingen sie unerwartet.
Aufbau und Stil
Regener erzählt in kurzen, oft dialoglastigen Szenen. Sie schwanken zwischen Humor und Melancholie. Die Handlung springt zwischen den Perspektiven der verschiedenen Figuren hin und her, ohne dass eine klare Linie vorgegeben ist. Stattdessen entsteht ein Mosaik aus Alltagsmomenten. Diese wirken mal grotesk überzeichnet, mal fast beiläufig. Die Sprache ist locker, voller Berliner Schnauze und absurder Pointen. Sie bleibt aber immer nah an den Figuren. Wer Herr Lehmann
kennt, wird hier ähnliche Töne wiederfinden – nur noch ein bisschen wilder und chaotischer.
Für wen
Glitterschnitter
ist etwas für Leserinnen und Leser, die Berlin in seiner schrägsten, lebendigsten Form lieben. Wer Spaß an skurrilen Charakteren, schrägem Humor und Geschichten hat, die zwischen Kunst und Klamauk balancieren, wird hier fündig. Auch Fans von Regeners früheren Büchern oder der Band Element of Crime kommen auf ihre Kosten. Wer dagegen klare Handlungsstränge und geradlinige Erzählungen sucht, könnte sich im Gewusel der Figuren und Ideen verlieren.
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