Historischer Roman
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Worum es geht
Wachs
erzählt von einer Liebe, die im Frankreich des 18. Jahrhunderts kaum ungewöhnlicher sein könnte. Marie Biheron seziert schon als junge Frau Leichen und formt deren Inneres aus Wachs nach, während Madeleine Basseporte lieber Blumen zeichnet, weil Menschen einen doch nur von der eigentlichen Arbeit abhalten. Zwischen diesen beiden ungleichen Frauen entspinnt sich eine Beziehung, die von zärtlicher Zuneigung bis zu leiser Ironie reicht. Männer treten nur am Rand auf, mal als schwatzhafter Diderot bei einer Tasse Kaffee, mal als nervöser Autor oder verträumter Taugenichts. Der Roman spannt den Bogen vom friedlichen Vorrevolutionsfrankreich bis in die blutigen Tage der Revolution, als Köpfe fielen wie Blüten im Wind.
Aufbau und Stil
Die Erzählung bewegt sich pendelnd zwischen ruhigen, fast idyllischen Naturbildern und den Schrecken der revolutionären Umbrüche. Wunnickes Sprache ist präzise, hintergründig komisch und dabei stets elegant, sie verbindet historische Genauigkeit mit leichtem Witz und poetischer Beobachtungsgabe.
Für wen
Für Leserinnen und Leser, die historische Romane mit ungewöhnlichen Frauenfiguren, feinem Humor und stilistischer Raffinesse schätzen.
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