Zur Person
Eva Menasse wurde 1970 in Wien geboren und gehört zu den bekannteren deutschsprachigen Schriftstellerinnen ihrer Generation. Sie studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft und arbeitete schon parallel zum Studium und dann viele Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem literarischen Schreiben zuwandte. 2017 wurde sie mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet.
Werk
Menasses erster Roman Vienna
erschien 2005 und erzählt in vielen anekdotenreichen Episoden von einer Familie mit katholischen und jüdischen Wurzeln, wobei Erinnerung und Fiktion ineinander übergehen. Das Buch wurde zu einem großen Publikumserfolg und begründete ihren Ruf als genaue Beobachterin österreichischer Verhältnisse. Die Auseinandersetzung mit verdrängter Vergangenheit und Schuld blieb ein zentrales Thema, besonders in Dunkelblum
, das die verschwiegenen Verbrechen einer fiktiven Kleinstadt am Ende des Zweiten Weltkriegs offenlegt und dabei mehrere Zeitebenen verschränkt. In Quasikristalle
erprobte Menasse eine andere Erzählform: Das Leben der Figur Xane Molin wird aus wechselnden Perspektiven verschiedener Personen geschildert, nur ein einziges Kapitel spricht sie selbst. Neben ihren Romanen veröffentlichte Menasse Essays und Reportagen, in denen sie sich mit Zeitgeschehen, Sprache und gesellschaftlichen Debatten auseinandersetzt. Ihr Werk verbindet genaue Beobachtung mit einer klaren, oft ironischen Sprache und fand sowohl bei der Kritik als auch bei einem breiten Publikum Anklang.
Beliebteste Bücher
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Vienna
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Dunkelblum
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Quasikristalle
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Lässliche Todsünden
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Tiere für Fortgeschrittene
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